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Der Nationalpark Bialowieza


Der Nationalpark Bialowieza kann sich rühmen, Teil des zentraleuropäischen Tieflands im östlichen Weichselbecken zu sein. Hier befindet sich der letzte Tiefland-Urwald Europas. Es handelt sich aber nicht nur um ein Wald- sondern auch um ein ausgedehntes Heidegebiet. Die Bialowieza Heide erstreckt sich über eine Fläche östlich von Warschau bis hin in südwestliche Regionen von Minsk. Er gehört sowohl zu Polen als auch zu Weißrussland. Genau in dieser Grenzregion zieht sich die Wasserscheide zwischen Ostsee und dem Roten Meer entlang.

Insgesamt ist der Nationalpark über 1.800 qkm groß. Der kleinere, ca. 200 qkm große Teil, liegt auf polnischem Staatsgebiet. Der polnische Teil ist Biosphärenreservat der UNESCO und Weltnaturerbe. Das gesamte Gebiet ist bedeckt von einem riesigen Mischwald, der sowohl in Polen als auch in Weißrussland außerhalb des Nationalparkgebietes in ausgedehnte Wälder über geht.

Die in diesem Gebiet bereits ausgestorbenen Wisente konnten mit Hilfe verschiedener Zoos bereits 1956 erfolgreich Wisente wieder auswildern. Der Bestand ist inzwischen gesichert. Dieses ausgedehnte und abgelegene Rückzugsgebiet der Wisente war schon im Mittelalter bevorzugtes Jagdgebiet der Könige Polens galt. Später wurde es durch den russischen Zar bereits zum besonderen Schutzgebiet erklärt. Die Wisentbestände wurden genau gezählt und auf Wilderei stand die Todesstrafe. Die Dezimierung der Wisente ist darauf zurück zu führen, dass mehrere Epidemien ausbrachen und nach Ende des 2. Weltkrieges versprengte Soldaten den Bestand auf ca. 150 Tiere reduzierten.

In dem Dorf Bialowieza befindet sich ein Informationszentrum, in dem den Besuchern die Geschichte des Parks und in einer multimedialen Ausstellung genaue Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt des Naturparks gegeben werden. Dieses Gebiet ist Rückzugsgebiet für ca. 12.000, darunter sehr viele inzwischen bedrohte Tierarten.

Die biologische Vielfalt der Pflanzenwelt ist überwältigend. Die Forschungsarbeiten ergaben über 3.600 verschiedene Pilzarten und 5.500 verschiedene Pflanzenarten. Insbesondere sind hier auch verschiedene Naturdenkmäler zu erwähnen, darunter eine Reihe uralter Eichen. Die auf 450 Jahre geschätzte Tonneneiche misst einen Umfang von 7,4 m in einer Höhe von 1,30 m ab der Basis. Leider ist sie seit 1992 tot, sie ist völlig ausgetrocknet.

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