Urlaub in der Natur, zum Wandern, Camping, Tauchen oder Radfahren. Ferien für die ganze Familie – auf der ganzen Welt

Ganz in der Nähe: Der Bayrische Wald


Der wildromantische Rachelsee

Der wildromantische Rachelsee

Nachdem wir hier letztens über die Nationalparks in Argentinien, über die Natur im indonesischen Bali oder gar über Vulkane berichtet hatten, gibt es mit diesem Artikel mal wieder etwas ganz Bodenständiges.

Nicht jeden zieht es im Urlaub in die weiteste Ferne, speziell Wanderfreunde und Familien mit Kindern lieben es etwas weniger im Flugzeug sitzen zu müssen und dafür mehr Zeit im Freien verbringen zu können.

Ein beliebtes Ziel für diese Menschen ist der Bayrische Wald, der beileibe nicht „nur“ aus Wald besteht. Der ist freilich die Hauptattraktion, denn ein sehr großer Teil davon ist seit langer Zeit ein Nationalpark und damit auf dem besten Weg zurück zum Urwald. Ideale Gegend für einen gemütlichen Wanderurlaub.

Wobei die meisten von uns bei der Bezeichnung Urwald zuerst an die Tropen denken, an feuchtwarmes Klima, riesige Farne, Lianen die von Bäumen hängen und am besten noch exotische Affen die sich daran von Ast zu Ast schwingen.

Dabei gab es auch bei uns in Deutschland Urwälder. Die waren zwar weniger exotisch aber nicht weniger urwüchsig. Das weiß nur keiner mehr, denn schon seit Jahrhunderten verstehen wir Deutschen unter einem Wald kaum noch etwas anderes als langweilige Fichten-Monokulturen in denen allenfalls noch künstlich herangezüchtete Rehe hausen. Und selbst die werden weniger als Waldbewohner gesehen, sondern eher als lukrative Jagdbeute für wohlhabende Großstadtabenteurer.

Langer Rede kurzer Sinn, im Bayrischen Wald, zwischen dem Lusen und dem Großen Falkenstein liegt der 1970 gegründete und mittlerweile 240 Quadratkilometer große Nationalpark Bayerischer Wald. Er war der erste Nationalpark Deutschlands und dürfte längst der bekannteste sein.

Urwald im Sinne von unberührtem Wald gibt es zwar auch dort keinen mehr, aber die Jahrzehnte in denen sich der Mensch völlig herausgehalten hat, führen ihn gerade wieder zurück zum Urzustand. Dazwischen liegen kleine Seen und Hochmoore, das alles liegt auf Höhen von 700 Metern bis hinauf auf 1450 Meter.

Das zieht natürlich Touristen an, die kommen aus aller Welt aber natürlich schwerpunktmäßig aus Deutschland. Neben dem Wald gibt es jede Menge Museen und und die beiden Besucher-Informationszentren „Hans-Eisenmann-Haus“ in Neuschönau und „Haus der Wildnis“ in Ludwigsthal. Im Park erwarten den Besucher Gehege mit Bären, Luchsen, Wölfen, Wildschweinen, Wildpferden und Urrindern.

Waldmuseum im Hans Eisenmann Haus

Waldmuseum im Hans Eisenmann Haus

Wer es gerne ruhiger mag, der sucht sich eines der vielen Hotels mit ihren verführerischen Wellnesangeboten. Besonders empfehlenswert finde ich persönlich das Posthotel Rattenberg (www.posthotel-rattenberg.de) das gar nicht so weit weg vom Nationalpark ist und damit gut und gerne als Wanderhotel durchgeht. Zumal man ja auch ausserhalb des Nationalparks stundenlang wandern kann. Die Preise in dieser Region bewegen sich übrigens auf angenehm niedrigem Niveau.

Wilde Gegend rund um den Arbersee

Wilde Gegend rund um den Arbersee

Leider hat die vormals sehr interessante Glasidustrie in den letzten Jahrzehnten sehr gelitten. Die vielen kleinen Glashütten für die der Bayrische Wald mal berühmt war sind verschwunden, nur ein paar Großbetriebe konnten sich halten. Wer sich für die Glaskunst interessiert, dem sei das Glasmuseum in Frauenau ans Herz gelegt.

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