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Nationalpark Periyar


Der Nationalpark Periyar, gleichzeitig ein bedeutendes Tigerreservat, liegt im südindischen Bundesstaat Kerala an der Grenze zu Tamil Nadu auf den Höhen der Westghats. Das Gebiet des Naturparks umfasst ein Gelände von 777 km². Innerhalb des Nationalparks befindet sich die Ortschaft Thekkardy, der Ortsname gilt als Synonym für den Namen des Nationalparks.
Zentrum des Parks bildet der Stausee, der dem Park seinen offiziellen Namen gibt. Der Periyar-See ist ein 26km² großer Stausee, aus dem noch immer bizarr blattlose Baumstämme in die Höhe ragen, auf denen sich die dort lebenden Vögel niederlassen.

Auf dem See werden Bootsfahrten angeboten. Von den Booten aus können wilde Elefanten mit ihren Jungen, Wildschweine, Sambars (Pferdehirsche) und Affenfamilien beobachtet werden. Die im Nationalpark lebenden Tiger und Leoparden sieht man während einer solchen Bootsfahrt natürlich nicht. Die Boote werden von Dieselmotoren betrieben und die Besucher auf den Booten wetteifern mit der Lautstärke der Motoren. Möchte man die scheuen Wildtiere beobachten, muss mit der Parkverwaltung eine Besichtigungstour vereinbart werden. Es besteht die Möglichkeit, in kleinen Lodges zu übernachten, abseits der allgemeinen Besucherwege.

Für Vogelliebhaber ist der Nationalpark Periyar ein Beobachtungsparadies. Hier leben ca. 320 verschiedene Vogelarten. Viele Specht-, Wasser-, Greif-, Papageien-, Hühner- und Taubenvogelarten leben hier. Ein besonderes Erlebnis dürfte die Beobachtung des 1,50 m langen Doppelhornvogels sein, der mit seinem auffälligen Gefieder für Aufmerksamkeit sorgt.
Neben der hochgiftigen Königskobra und der Kettenviper leben hier noch weitere 30, teilweise ebenfalls giftige Schlangenarten.

Der Periyar-Fluss wurde bereits 1895 von den britischen Kolonialherren angestaut. Die ebenfalls aus der damaligen Zeit stammenden Wohngebäude, wurden in den vergangenen Jahren aufwendig renoviert und beherbergen ein Hotel mit Restaurant. Es liegt unweit des Anlegesteges für die Besucherboote. Wer im Nationalpark übernachten will, muss berücksichtigen, dass ab Einbruch der Dunkelheit wegen der Gefahr eines Tiger- oder Leopardenangriffs, ein striktes Ausgangsverbot besteht. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten, bis hin zum Luxushotel, werden in den nahegelegenen Orte außerhalb des Parkgeländes angeboten.

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