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Naturparks in Südamerika


Für die Entwicklung der Naturparks in Südamerika dürfte die gesamte politische Situation entscheidend gewesen sein. Politische und wirtschaftliche Unsicherheiten sowie die unglaubliche Armut der indigenen Bevölkerung haben ganz sicher dazu beigetragen, das das Hauptaugenmerk der Regierungen der Staaten Südamerikas erst relativ spät auf die Erhaltung der Natur gelenkt worden ist.

Besonders in den Gebieten der Anden und des Amazonas, aber auch in den weiten Regionen der Argentiniens und die der Antarktis nahe gelegenen Bereiche Feuerlands bergen große Ressourcen an Bodenschätzen.

Seit der spanischen Eroberung und dem dann wenig später folgenden wirtschaftlichen Interesse weiterer europäischer Staaten, hier insbesondere Portugal, Frankreich und Großbritannien, an dem Südamerikanischen Subkontinent, wurde immer wieder versucht, diese Bodenschätze für eigene Interessen zu nutzen und auszubeuten. Aber auch ein immer stärker voranschreitender Einfluss der USA konnte im Laufe der Geschichte in Südamerika beobachtet werden.

Aber nicht nur die Bodenschätze wurden und werden noch immer intensiv begehrt, sondern die riesigen Landmassen forderten die Eroberer und Kolonialherren dazu auf, Monokulturen wie z. B. exzessiven Bananen-, Zuckerrohr- und Kaffeeanbau zu betreiben. Für die ökonomischen Interessen sicherlich hervorragend, für die Natur und die Landschaft der betroffenen Regionen eine ökologische Katastrophe und für die indigene Bevölkerung in vielen Fällen der Untergang, mindestens aber der der eigenen Kultur.

Ein ganz besonderes Augenmerk ist in Südamerika auf das Amazonasgebiet zu halten. Riesige Gebiete des tropischen Regenwaldes werden täglich zerstört. Dabei ist die „Grüne Hölle“ die Lunge der Erde. Die Arten- und Pflanzenvielfalt ist unerforscht. Die Menschen, die noch immer dort in traditioneller Weise leben, bilden mit ihren uralten Kulturen und ihrem noch immer lebendigen Wissen, dass den westlichen Zivilisationen archaisch erscheint, genauso die Wurzeln des Menschseins, wie die gigantischen Baumriesen die Lieferanten unserer Atemluft sind.

Jeder Quadratkilometer eines südamerikanischen Staates, der Anteil am Amazonasgebiet besitzt, und eine dieser Regionen zu einem Naturpark erklärt, schützt nicht nur eigenes Staatsgebiet vor Zerstörung, sondern trägt zum Erhalt guter Lebensbedingungen auf dieser Erde in erheblichem Umfang bei.

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