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Testbericht: Fototasche Cullmann PROTECTOR Action 400


Wer gerne unterwegs und auf Reisen fotografiert, der steht immer wieder vor dem gleichen Problem. Er braucht eine Tasche die exakt die Menge an Ausrüstung aufnehmen kann die er gerade im Moment mitnehmen möchte.

Fototasche in der Praxis mit Kuh

Sogar eine ansonsten eher desinteressierte Kuh fand die Tasche praktisch … oder nur mich lustig?

Dazu muss sie zum übrigen Gepäck passen, die wertvolle Ausrüstung schützen und einen schnellen Zugriff erlauben. Diesen Anforderungen haben sich unzählige Firmen gestellt und so gibt es unglaublich viele verschiedene Taschen, Rucksäcke und Holster für alle Arten von Kameras.

Nun hat der Fotograf zwar die Auswahl, aber manchmal auch ein wenig zu viel davon. Zudem kann man noch so viele Taschen besitzen, es ist eigentlich nie die richtige zur Hand wenn man sie braucht. Mir geht es da nicht anders und so war ich mal wieder auf der Suche nach DER Tasche.

Das aktuelle Problem ist schnell beschrieben. Ich besitze einen supertollen Fotorucksack, mit seitlichem Eingriff, genug Platz und so weiter. Alles schön und gut, nur für Bergtouren ist er nur bedingt geeignet. Speziell dann, wenn man noch einen halben Hausrat an Kinderklamotten dabei hat bietet er zu wenig Stauraum.

Mein normaler Wanderrucksack ist zwar größer, aber auch der bietet nicht genug Platz für alles und wenn ich die Kamera mit Minimalausrüstung noch mit hineinquetsche, muss ich jedes Mal die Hälfte auspacken, wenn ich an Ausrüstung herankommen möchte.

Nun könnte ich mir für teuer Geld einen Foto-Wanderrucksack kaufen, der genug Platz für den Rest bietet. Aber ich bin einen anderen Weg gegangen, denn mein Wanderrucksack hat praktischerweise eine Menge Schlaufen und Gurte zum Befestigen weiterer Taschen. Und so suchte ich nach einer kleinen Kameratasche für Minimalausstattung die ich aussen daran befestigen kann.

Entschieden habe ich mich für eine von Cullmann und zwar die PROTECTOR Action 400, gerade groß genug um meine Nikon D90 mit Standardobjektiv aufzunehmen, dazu ein Ersatzakku und ein paar Speicherkarten. Braucht man eigentlich mehr?

Die Cullmann PROTECTOR Action 400 im heimischen Wohnzimmer

Die Cullmann PROTECTOR Action 400 im heimischen Wohnzimmer

„Strapazierfähiges, wasserabweisendes Nylonmaterial mit EVA-Schaum Protectoren für optimalen Schutz bei harten Stößen und Kollisionen mit scharfkantigen Ecken“ so beschreibt es der Hersteller. Das klingt gut, teuer ist sie auch nicht und so habe ich sie bestellt.

Der erste Eindruck nach dem Auspacken war schon gleich überaus positiv. Eine stabile und auf den ersten Blick solide verarbeitete Tasche, die steif genug zu sein schien um ihre Form auch dann zu behalten, wenn man sie an einen Wanderrucksack hängt.

Nun kam die Preisfrage, nämlich die ob sich meine D90 auch gut verstauen lassen würde. Nach dem üblichen Herumprobieren mit den beigefügten Teilern die wie bei fast allen Fototaschen mit Klettverschlüssen gesichert werden, war die optimale Position schnell gefunden. Meine Kamera passt wunderbar hinein und lässt sich auch leicht wieder entnehmen.

Die Tasche mit Nikon D90 und angesetzter Linse passt wunderbar hinein

Die Tasche mit Nikon D90 und angesetzter Linse passt wunderbar hinein

Der nächste Schritt war die Befestigung am Rucksack. Dazu brauchte ich ein wenig mehr Fantasie, denn dafür ist die Tasche an sich nicht vorgesehen. Es gibt an der Rückseite eine Schlaufe durch die sich der Gürtel ziehen lässt, für alle die ihre Kamera am Gürtel tragen wollen. Und zwei kleine Schlaufen die für meine Zwecke geeignet erschienen. Zur Befestigung besorgte ich mir zwei dieser Clips, mit denen normalerweise die Feldflaschen aus dem Armyshop am Gürtel befestigt werden. Für meine Zwecke genau die richtige Wahl, schon kurz danach hing Tasche und Ausrüstung sicher am Rucksack. Zuerst hinten, aufgrund der besseren Gewichtsverteilung aber schon bald an der Seite.

Mission erfüllt, nun kam der Test in der Praxis. Der fand bei einem gemütlichen Spaziergang zur Tegernseer Hütte statt, war dort oben eigentlich immer schon so ein Gedränge?

Fazit:

Eine tolle Tasche! Super ist der praktische Deckel. Der überlappende Stoff lässt sich nach Öffnen der Schnalle nach oben klappen um den Reißverschluss freizugeben und er bleibt auch hochgeklappt. Also kein lästiges mit der einen Hand den Deckel halten und der anderen den Reißverschluss öffnen. Das geht alles auch mit einer Hand.

Ist der Reißverschluss offen, so wird der Deckel noch von einem kleinen Magneten gehalten, schlappert also nicht unkontrolliert herum. Das hat mich überrascht, eine gute Idee!

Die Tasche bleibt auch mit offenem Deckel in Form

Die Tasche bleibt auch mit offenem Deckel in Form

Zur Befestigung am Rucksack wären ein paar mehr und vor allem größere Schlaufen an der Rückseite der Tasche gut gewesen, aber ich habe es auch so hinbekommen. Ebenfalls für mich ein wenig unpraktisch ist die Regenhülle, die im Schulterpolster des Trageriemens verstaut wird. In meinem Fall habe ich den Riemen nämlich gar nicht dabei, so dass ich eine andere Lösung finden musste. Aber in der vorderen Aussentasche fand sich zum Glück genug Platz.

Beides sind aber nicht wirklich Argumente die gegen einen Kauf sprechen, alles in allem ist die Tasche sehr gelungen und ich kann sie nur wärmstens empfehlen. Vor allem weil sie mit um die 60 Euro gar nicht teuer ist.

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